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Einsätze hatten ein ungewöhnliches Ausmaß

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Ortsfeuerwehr Reepsholt ist personell gut aufgestellt.
Führungswechsel in März 2014.

Die Feuerwehrleute hatten im vergangenen Jahr einen gut gefüllten Dienstplan zu bewältigen.

REEPSHOLT/MAG – Im vergangenen Jahr waren sechs neue Mitglieder eingetreten. Die derzeit 35 aktiven Kameraden haben somit einen Altersdurchschnitt von 36 Jahren. Elf Kameraden gehören zudem der Altersabteilung an, berichtete Reepsholts Ortsbrandmeister Christian Herzog am vergangenen Freitag auf der Jahreshauptversammlung.
Unter den Gästen befanden sich Bürgermeisterin Karin Emmelmann, Ortsvorsteher Henning Hinrichs, der Fachausschussvorsitzende für Bauen, Straßen und Feuerwehren Wolfgang Hoffman, sowie aus der Feuerwehrschiene Kreisbrandmeister Johann Folkers und Gemeindebrandmeister Frank Gerdes.

Ortsbrandmeister Christian Herzog| Bild © Martina Gerdes

Ortsbrandmeister Christian Herzog| Bild © Martina Gerdes

Insgesamt wurden die Reepsholter im vergangenen Jahr zu drei Bränden, fünf nachbarschaftlichen Löschhilfen, zwei Brandsicherheitswachen und 18 Hilfeleistungseinsätzen gerufen. Das Jahr begann für die Ortswehr gleich mit einem Großbrand in Horsten, bei dem für den Bewohner jede Hilfe zu spät kam. Aber auch sonst gab es einige besondere Einsätze. So auch am 5. Juli des vergangenen Jahres. Herzog hatte für diesen Tag eine Übung mit den Kameraden aus Leerhafe geplant, die aber nicht stattfinden konnte, da die Leerhafer zu dem Großbrand bei der KGS in Wittmund gerufen wurden. Direkt im Anschluss wurde auch die Feuerwehr Reepsholt alarmiert: „Großbrand Friedeburg“ lautete der Einsatzbefehl. Dort brannte das Obergeschoss, denn durch einen technischen Defekt hatte ein Fernseher Feuer gefangen. „Material- und Funktechnisch waren wir an diesem Nachmittag am Limit. Die Alarmierung der 14 eingesetzten Kameraden musste teilweise telefonisch erfolgen, “ so der Ortsbrandmeister (OBM).  Die gesamte Bandbreite bei den Einsätzen im zurückliegenden Jahr reichte von Sturmeinsätzen, Trecker- und Mähdrescherbränden bis hin zum Ölunfall in Etzel. Durch schnelles Eingreifen und umsichtiges Handeln konnten die Bürger bei den meisten Einsätzen vor größeren Schäden bewahrt werden.
Herzog sprach aber auch über das uneinsichtige Verhalten einiger Autofahrer bei Einsätzen und Sicherungsmaßnahmen: „Es kann nicht sein, dass wir uns für unser Handeln rechtfertigen müssen. Wenn Straßen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen, dann ist das so. Hier geht die Sicherheit der eingesetzten Kräfte vor!“

Günther Hillers nahm die optische Kennzeichnung an den Schulterklappen des Oberlöschmeisters Thomas Burgwal vor | Bild © Martina Gerdes

Günther Hillers nahm die optische Kennzeichnung der Beförderung an den Schulterklappen des Oberlöschmeisters Thomas Burgwal vor | Bild © Martina Gerdes

Ansonsten war der Dienstplan auch wieder gut gefüllt. Zu nennen sind hier die wöchentlichen Übungsdienste, Übungen (auch zusammen mit anderen Feuerwehren), Brandschutzerziehung, Hydrantenkontrollen, Veranstaltungen wie Aufstellen des Maibaums, Unterstützung der bei musikalischen Veranstaltungen, sowie bei dem Schuljubiläum in Wiesede, Brandwache auf dem Schützenfest, Herbstmarkt und Laternenumzug. Darüber hinaus konnte die Ortswehr auch wieder zahlreiche Spender bei den Blutspendeterminen in der Grundschule begrüßen. Im September hatten die Kameraden des Festausschusses eine Fahrradtour nach Jever zum Feuerwehrmuseum ausgearbeitet, der Tag wurde mit einem gemütlichen Grillen beendet.

Mit Stolz berichtete Herzog, das gut die Hälfte der aktiven Kameraden an Lehrgängen bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wittmund oder an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy und Celle teilnahmen und die Ergebnisse alle im oberen Drittel lagen. „Mit diesen Leistungen kann man sich sehen lassen“, so der Ortsbrandmeister.

Für 2014 ist die offizielle Gründung der Jugendfeuerwehr Reepsholt in Kooperation mit Wiesede geplant. Zurzeit sind bereits über 20 Kinder und Jugendliche bei Schnupperdienst.

Glückliche Gesichter bei den Ehrungen und Beförderungen auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reepsholt. Gemeindebrandmeister Frank Gerdes (v.l.), Kreisbrandmeister Johann Folkers, Hans-Hermann Heiken, Johann Hinrichs, Harm Cordes, Thomas Burgwal, Günter Koch, Thomas Leiner, Ortsbrandmeister Christian Herzog | Bild © Martina Gerdes

Glückliche Gesichter bei den Ehrungen und Beförderungen auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reepsholt. Gemeindebrandmeister Frank Gerdes (v.l.), Kreisbrandmeister Johann Folkers, Hans-Hermann Heiken, Johann Hinrichs, Harm Cordes, Thomas Burgwal, Günter Koch, Thomas Leiner, Ortsbrandmeister Christian Herzog | Bild © Martina Gerdes

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung standen auch Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm. Die bisherigen Hauptfeuerwehrmänner Hans-Hermann Heiken und Günter Koch wurden zum 1. Hauptfeuerwehrmann ernannt. Der stellvertretenden Gruppenführer Thomas Burgwal konnte vom Gemeindebrandmeister Frank Gerdes zum Oberlöschmeister befördert werden. Ab März 2014 wird Burgwal neuer Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Reepsholt, da der jetzige OBM die Nachfolge von Frank Gerdes als Gemeindebrandmeister übernehmen wird.

Kreisbrandmeister Johann Folkers (r.) nahm die Ehrungen bei Johann Hinrichs (v.l.)  und Thomas Leiner vor | Bild © Martina Gerdes

Kreisbrandmeister Johann Folkers (r.) nahm die Ehrungen bei Johann Hinrichs (v.l.) und Thomas Leiner vor | Bild © Martina Gerdes

Harm Cordes wurde für 60-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Reepsholt geehrt | Bild © Martina Gerdes

Für 60 Jahre bei den ehrenamtlichen Brandschützern erhielt Harm Cordes die Ehrennadel des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes von Kreisbrandmeister Johann Folkers und Gemeindebrandmeister Frank Gerdes überreicht. Johann Hinrichs wurde für 40-jährige Mitgliedschaft und Thomas Leiner für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Bürgermeisterin Karin Emmelmann übernahm auch das Wort für den Fachausschussvorsitzenden Wolfgang Hoffmann sowie Ortsvorsteher Henning Hinrichs und gratulierte allen Geehrten und Beförderten. Emmelmann freute sich über das Vorhaben eine weitere Jugendfeuerwehr (es wird dann die vierte sein) in der Gemeinde Friedeburg zu gründen. Dazu auch Kreisbrandmeister Johann Folkers: „Ihr seit auf dem besten Weg eure Feuerwehr zu sichern. Denn mit 22 Jugendlichen eine Jugendfeuerwehr zu gründen, das ist der richtige Schritt!“

Erschienen im Anzeiger für Harlingerland
Autor: Martina Gerdes

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